Barmer
Viertel
Kein
Abriss für Parkplätze
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Fax 0221-640 31 98
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Räumung
Der ZDF Länderspiegel-Beitrag vom 22.04.2006+++
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+++ Ratssitzung
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Messebild:
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Hilfe, Vandalismus. Die Initiative Barmer Viertel fordert den Rücktritt von OB Fritz Schramma.
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02.06.2006
"Bauliche
Veränderungen" innerhalb eines Tages
Raphael
Haugwitz / IBV/
Stand der Entkernungsarbeiten innerhalb eines
Tages: Ein Großteil der
Fenster ist schon ausgebaut, im Innenhof wird von den Bauarbeitern Schutt
und Abbruchmaterial meterhoch aufgehäuft. Fotostrecke
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01.06.06, 21 Uhr
Verquere
Berichterstattung:
Rechtsradikale Straftaten werden Bewohnern des Barmer Blocks untergeschoben.
IBV
/ Pressemitteilung /
Stadt Köln und Polizei
sehen einen Zusammenhang zwischen der Besetzung und der Zunahme der Straftaten
während der dreimonatigen Besetzung im näheren Umfeld der Barmer
Straße. Die Statistik weise gegenüber dem Zeitraum 2005 eine Zunahme
um das Dreifache, also eine deutliche Steigerung aus.
Ohne weitere Ausführung suggeriert dies die Annahme, als läge dies
per se an den Besetzern.
Aus eigener Erfahrung weiß die Initiative Barmer Viertel, dass es in
dieser Zeit nicht wenig Provokationen von Rechtsradikalen und Security-Kräften
gab. Einer der Besetzer wurde im Umfeld von Rechtsradikalen krankenhausreif
zusammengeschlagen. Wohlwahr eine Straftat. Die Besetzer selbst riefen mehrmals
die Polizei zur Hilfe.
Öffentlich bekannt ist die Presseerklärung der "Initiative
Barmer Viertel" vom 11.05.2006, die auf der Barmer Viertel- Homepage
dokumentiert ist. Hier der entsprechende Auszug: "In den folgenden Stunden
drangen Mitarbeiter des privaten Kölner Sicherheitsdienstes WIS in mehrere
Gebäude vor und beschädigten Wohnungstüren und Fenster. Am
Abend bekamen sie Unterstützung durch eine Gruppe offensichtlich faschistischer
Glatzköpfe, welche grölend und den Hitlergruß zeigend durch
die Straße marschierten, Anwohner bedrohten und sich schließlich
auf das Gelände der KölnMesse flüchteten, wo sie vom Pförtner
eingelassen und von den"Sicherheitskräften" mit Handschlag
begrüßt wurden. Erst die Polizei beendete den Spuk und stellte
die Ordnung wieder her."
Um Gründe für die Verhaftung und erkennungsdienstliche Behandlung
von 34 Hausbewohnern aus dem Ärmel zu schütteln, weil ein richterlicher
Bescheid nicht vorlag, ist die angeblich so liberale Stadt Köln und ihre
Polizei sich offenkundig nicht zu schade, Straftaten von Rechtsradikalen Wohnungssuchenden
unterzuschieben und sie pauschal zu verunglimpfen.
Die Initiative kann auch nicht ausschließen, dass genauso wie bei den
Studenten (die taz-nrw berichtete am 31.5.2006) gezielt Zivilpolizisten als
Provokateure, die selbst Straftaten begehen, bzw. zu solchen aufrufen, in
das Barmer Viertel geschickt. Wir fragen uns, ob nicht zum Beispiel die Beschädigungen
an den Dächern, die mit als Vorwand für den Polizeieinsatz dienten,
auf Provokateure zurückgehen.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger - online 01.06.2006, WDR-Lokalzeit vom
01.06.2006
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01.06.2006 - 14 Uhr
Barmer
Block - Abriss hat begonnen
Begehung nur ein Vorwand
IBV
/ Pressemitteilung /
Zur Zeit haben Abbrucharbeiter begonnen, die hochwertigen Fenster im Barmer
Block auszubauen. Ein Bauzaun rund um den Barmer Block ist errichtet. Abbrucharbeiter
sind in großer Zahl vor Ort.
Damit zeigt sich, dass die Räumung von langer Hand vorbereitet wurde. Offensichtlich sind die ordnungsbehördlichen Gründe, dass die Sicherheit der Gebäude nicht mehr gegeben sei und dass eine Begehung angeblich verweigert wurde und demnach zu erzwingen war, nur vorgeschoben gewesen. Offenkundig stand das Ergebnis der Begehung schon im Vorhinein fest.
Es zeigt sich, dass der Polizeieinsatz nach verbindlichen rechtlichen Grundsätzen weder erforderlich noch verhältnismäßig war, und daher rechtswidrig.
Wenn die Behauptung von
Stadt und Polizei den Tatsachen entspricht, dass der Einsatz nur dazu diente,
um dem Ordnungsamt Zutritt zu verschaffen, so war er überflüssig,
weil die Bewohner diesen Zutritt gewährt hätten. Es gibt also keinen
Grund, die jetzt obdachlos gemachten Bewohner nicht wieder zurück in
ihre Wohnungen zu lassen.
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01.06.2006 um 12 Uhr
Presseerklärung
zur polizeilichen Räumung des Barmer Blocks
IBV
/ Heute morgen um
vier Uhr hat die Polizei mit einem Großaufgebot den Barmer Block geräumt.
Etwa 20 Personen wurden festgenommen. Als Grund wurde angegeben, dass die
Ordnungsbehörden der Stadt Köln (Bauordnungsamt, Gesundheitsamt
und Feuerwehr) eine Begehung des Blocks vornehmen wollten. Dieses Vorgehen
hat uns verwundert, denn erst am gestrigen Mittwoch hatten wir dem Bauordnungsamt
und der Polizei den Zutritt ermöglicht, weil im Hause Barmer Straße
5 einige Dachpfannen fehlen. Vor Ort wurde festgestellt, dass die Lücke
im Dach durch einen Zaun hinreichend abgesichert ist. Für den Fall, dass
trotzdem noch Bedenken bestünden wegen der fehlenden Dachziegel, haben
wir angeboten, auf Benachrichtigung das Dach durch einen Dachdecker nachdecken
zu lassen.
Bei diesem Termin wollte die Polizei entgegen der getroffenen Absprache, dass sie nur eine Besichtigung mit dem Bauordnungsamt vornimmt, auch noch das Gesundheitsamt und die Feuerwehr mit ins Haus nehmen. Darüber hinaus wollten die Polizei und das Bauordnungsamt, ohne dass dies besprochen war, weitere Dächer in der Lenneper Straße besichtigen. Für die Lenneper Straße einigten wir uns mit der Polizei dahingehend, dass eine Besichtigung durch das Bauordnungsamt ab Freitag Mittag möglich sei. Den Zutritt von Gesundheitsamt und Feuerwehr hatten wir vorerst abgelehnt, da für diese beiden Ämter weder eine konkrete Ordnungswidrigkeit bzw. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit angegeben wurde, noch das Vorliegen eines konkreten Anfangsverdachtes auf solche Ordnungswidrigkeiten vorgetragen wurde. Damit fehlte diesen beiden Ordnungsbehörden im Gegensatz zum Bauordnungsamt die notwendige Eingriffsberechtigung. Trotzdem haben wir erklärt, dass wir bereit wären, auch eine Besichtigung durch das Gesundheitsamt und die Feuerwehr zuzulassen, dass wir dies aber bei dem Termin besprechen wollten, der auf Weisung des Oberbürgermeisters Fritz Schramma am Freitag um 9 Uhr zwischen dem Liegenschaftsamt und der Initiative Barmer Viertel vereinbart worden ist. Das entsprechende Schreiben des Oberbürgermeisters hatten wir der Polizei schon am letzten Wochenende per E-Mail zugesandt, und am Mittwoch Herrn Schütz von der Polizeiwache Deutz persönlich vorgelegt.
Nach alledem ist dieser Polizeieinsatz nach verbindlichen rechtlichen Grundsätzen weder erforderlich noch verhältnismäßig, und daher rechtswidrig. Hinzu kommt, dass eine Vertreterin der Stadt Köln, nämlich Frau Bürgermeisterin Scho-Antwerpes, bereits in der Vorwoche Gelegenheit hatte, den Barmer Block zu besichtigen. Bei dieser Besichtigung bestand zwischen der Initiative und der Bürgermeisterin Übereinstimmung dahingehend, dass sich die hygienischen Verhältnisse im Block nur dadurch verbessern lassen, dass wenigstens in zwei Häusern Wasser und Strom wieder angeschlossen werden.
Auffällig an dem Polizeieinsatz ist, dass das Bauordnungsamt, wie uns der Amtsleiter mitteilte, nicht auf eigenen Wunsch, sondern auf Wunsch der Polizei tätig geworden ist.
Wenn die Behauptung von Stadt und Polizei den Tatsachen entspricht, dass der Einsatz nur dazu diente, um dem Ordnungsamt Zutritt zu verschaffen, so war er überflüssig, weil die Bewohner diesen Zutritt gewährt hätten. Es gibt also keinen Grund, die jetzt obdachlos gemachten Bewohner nicht wieder zurück in ihre Wohnungen zu lassen. Soweit in den Häusern ordnungsrechtliche Mängel vorliegen, so dürften sie alle beseitigbar sein, für die Dächer ist dies ja bereits angeboten worden. Was die hygienischen Verhältnisse anbelangt, so ist auch da Abhilfe möglich, wenn Wasser und Strom wieder angeschlossen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt kann auch als geringerer Eingriff das Aufstellen mobiler Toiletten angeordnet werden. Die Bewohner einfach auf die Straße zu setzen ist unverhältnismäßig, schafft Obdachlosigkeit und stellt damit selbst die Schaffung eines ordnungswidrigen Zustandes dar und ist für sich alleine genommen auch von daher rechtswidrig.
Die SPD-Fraktion hat auf ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, das Genossenschaftsmodell der Initiative Barmer Viertel zu prüfen. Offenkundig soll mit dem heutigen Polizeieinsatz eine sich anbahnende politische Lösung hintertrieben werden. Ein mögliches Motiv offenbarte Dr. Weber vom Vorstand der Messse auf der gestrigen Sitzung der Grünen-Fraktion. Er gestand ein, dass die Messe gerne ein Logistikzentrum von der Stadt Köln möchte, weil ein Umbau der Südhallen für eine fachgerechte Anlieferung durch LKWS so wie im Nordbereich ihr zu teuer ist. Das Logistikzentrum ist so dimensioniert, dass dafür ein Teil des Barmer Blocks fallen muss.
Eine solche Lösung stellt eine unzulässige Subventionierung der Messe dar und wird von der EU nicht zugelassen werden. Wir protestieren dagegen, dass für Fehlplanungen und Missmanagement im Bereich der KoelnMesse, der auf andere Weise zu beheben ist, Wohnraum der Kölner Bürger auf Kosten des Steuerzahlers weichen soll.
Wir fordern
1. dass alle ordnungsrechtlichen Probleme Freitagmorgen früh beim Termin
mit dem Liegenschaftsamt besprochen werden. Dazu kann der Kreis auf alle zuständigen
Ämter erweitert werden.
2. Keinerlei Abrissmaßnahmen.
3. Offenlegung der Interessen der KoelnMesse.
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01.06.2006
Barmer
Viertel: Kritik an Räumung
WDR2-Radio - Regionalnachrichten / Die Kölner
Grünen haben die Räumung des Barmer Viertels kritisiert. Sie sei
eine völlig unnötige Machtdemonstration der Kölner Verwaltungsspitze
gewesen, sagte der Grünen-Sprecher Jörg Penner. Die Planung und
Finanzierung von Neubauten auf dem Gelände werde wohl noch Jahre dauern.
Deshalb müsse man jetzt darüber nachdenken, die Häuser doch
stehen zu lassen und zum Beispiel vorläufig als Studentenwohnungen zu
nutzen. http://www.wdr.de/studio/koeln/nachrichten/index.jhtml#TP1066274
Pressespiegel zur Dokumentation
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01.06.2006
Räumung
der besetzten Wohnungen im Barmer Viertel
Radio
Köln 107,1 / Mehrere hundert Polizisten aus Köln und ganz
Nordrhein-Westfalen haben am frühen Donnerstagmorgen in Deutz die besetzten
Wohnungen im Barmer Viertel geräumt. Nach der Räumung des Barmer
Viertels kommen vier der Besetzer nicht auf freien Fuß. Gegen die vier
Männer liege ein Haftbefehl vor, sagte uns eine Polizeisprecherin. Einer
der Verhafteten hatte einen Arrest nicht angetreten, ein weiterer soll in
einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden. Auch ein vermisster Jugendlicher
war bei den Hausbesetzern im Barmer Viertel untergetaucht. Die Stadt hat ihn
erst einmal in ihre Obhut genommen. Offiziell sprechen Feuerwehr und Stadtverwaltung
nicht von einer Räumung der seit Monaten besetzten Häuser, sondern
von einer Begehung, die mit Hilfe der Polizei gegen die Besetzer durchgesetzt
werden musste. Dafür brauchte die Stadt nach ihrer Darstellung keine
richterliche Anordnung. Das Viertel soll nun abgesperrt werden um eine Rückkehr
der Besetzer zu verhindern. http://radiokoeln.de/koeln/rk/85441/news/koeln
Pressespiegel zur
Dokumentation
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01.06.2006
Polizei-Sprecher Jürgen Laggies zum Einsatz im Barmer Viertel
Radio
Köln 107,1 / "Es
hat gestern eine Begehung des Bauamtes der Stadt Köln gegeben. Dabei
ist den Beamten nur ein Teil der Gebäude gezeigt worden. Die Stadt Köln
hat uns als Polizei gebeten, das weitere Betreten der Räume zu ermöglichen.
Das tun wir hier heute morgen, weil unter Aspekten des Bauschutzes bzw. des
Feuerschutzes eine Begehung stattfinden soll. Das wird heute morgen hier durchgeführt
und unterstützt seitens der Polizei." (http://radiokoeln.de/koeln/rk/85441/news/koeln)
Pressespiegel zur
Dokumentation
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01.06.2006
Faktische
Räumung ohne Räumungsbeschluss
Fraktion
Die LinkeKöln / Pressemitteilung / Der
Barmer Block ist von der Polizei hermetisch abgeriegelt und die Häuser
von den Hausbesetzern geräumt. Es gibt aber keinen gerichtlichen Räumungsbescheid.
Es handelt sich formal um eine Begehung des Gesundheits- und Ordnungsamtes.
Dazu erklärt Ratsmitglied Detjen: "Der Stadtkämmerer Soenius
zieht im Hintergrund die Fäden. Er will den Barmer Block
abreißen lassen. Doch dazu braucht er einen Vorwand." Hygienische
Probleme sind seit langem bekannt, weil den Hausbesetzern ein Wasser- und
Stromanschluss verwehrt wurde. Deshalb hatte die Fraktion Die Linke.Köln
den Besetzern auch eine Dixi-Toilette gespendet.
"Rechtlich gesehen ist die Aktion des Stadtkämmerers Soenius mehr
als fragwürdig. Es gibt
keinen Räumungsbescheid." Deshalb fordert Detjen: "Die Polizei
muss nach der Begehung wieder abziehen. Zumindest die Häuser der
BarmerStr. 9 und 21 sind in einem akzeptablen Zustand. Dort sind auch einige
Hausbesetzer gemeldet. Ihnen kann nicht verwehrt werden, in diesem Häusern
zu leben und endlich einen Wasseranschluss zu bekommen." Detjen weiter:
Die Stadtverwaltung greift zu Tricks, um vor der Weltmeisterschaft Fakten
zu schaffen. Wenn so mit Minderheiten umgegangen wird, ist die Welt demnächst
nicht zu Gast bei Freunden."
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01.06.06, 10:15h, AKTUALISIERT
01.06.06, 12:02h
Barmer
Viertel geräumt
KR-online
/ Ein Großaufgebot
der Polizei hat in Köln rund 260 besetzte Wohnungen unmittelbar am Messegelände
geräumt. In dem seit drei Monaten besetzt gehaltenen "Barmer Viertel"
wurden in der Nacht zum Donnerstag 36 überwiegend junge Leute vorübergehend
in Gewahrsam genommen, um deren Identität festzustellen, berichtete die
Polizei. Die Stadt Köln, die die Aktion veranlasst hatte, sprach von
"hygienisch katastrophalen und sicherheitsgefährdenden Zuständen"
in den Wohnungen. Zudem habe die Zahl der Straftaten im Umfeld der Häuser
deutlich zugenommen. Mehrere
hundert Polizeibeamte waren bei dem Einsatz in den frühen Morgenstunden
beteiligt, außerdem waren Feuerwehr und zahlreiche Mitarbeiter der Stadt
vor Ort. Die Beamten mussten sich mit Zwangsmaßnahmen Zugang zu den
Häusern verschaffen, Türen wurden aufgebrochen. Die Zahl der Straftaten
in der Nähe der Wohnungen habe sich verdreifacht, sagte ein Polizeisprecher.
Zudem sollen sich dort polizeiliche gesuchte Personen aufgehalten haben.
Die Stadt will die Häuser
im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz bis Ende Juni abreißen, um das
Areal baureif an künftige Investoren zu übergeben. Stadt-Sprecher
Ulrich Höver sagte: "In den Wohnungen wurden ständig bauliche
Veränderungen vorgenommen. Die Rettungswege waren mit Schrott und Unrat
blockiert. Es sind auch mehrere Brände ausgebrochen." Auf dem wichtigen
Gelände zwischen ICE-Bahnhof und umgebauter Messe werde ein modernes
Wirtschaftszentrum entstehen, das Interesse potenzieller Investoren sei groß.
Am Mittwoch hatten
die Hausbesetzer Mitarbeitern des Ordnungs- und Gesundheitsamts den Zutritt
verweigert. Darauf hin hatte die Stadt die Polizei zu Hilfe gerufen, die in
der Nacht um 04.00 Uhr mit der Räumung begann. Die Hausbesetzer, die
sich zum Teil in der Initiative Barmer Viertel zusammengeschlossen hatten,
kritisierten, dass nun rund 100 Menschen wieder obdachlos würden. Die
Gruppe bestritt, dass es zu Häufungen von Straftaten gekommen sei. Kürzlich
habe die Initiative vorgeschlagen, eine Mieter-Genossenschaft zu gründen
und die besetzten Häuser für eine Millionen-Summe von der Stadt
zu kaufen. Im "Barmer Viertel" mit insgesamt fast 400 Wohnungen
- einige davon standen einst unter Denkmalschutz - waren in den vergangenen
Wochen bereits mehrere Häuser abgerissen worden. Die Hausbesetzer wollten
den Erhalt eines Häuserkarrees mit 260 Wohnungen erzwingen, das nun aber
auch verschwinden wird. (dpa) http://www.rundschau-online.de/jkr/artikel.jsp?id=1149140124809
Pressespiegel zur
Dokumentation
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01.06.2006
Räumung
der besetzten Wohnungen im Barmer Viertel
Radio
Köln 107,1 / Mehrere hundert Polizisten aus Köln und ganz
Nordrhein-Westfalen sind seit dem frühen Donnerstagmorgen in Deutz im
Einsatz. Sie sollen dort die besetzten Wohnungen räumen. Dafür müssen
alle rund 340 Wohnungen durchsucht werden, sagte Polizei-Sprecher Jürgen
Laggies.
Die Räumung der Wohnungen verlief bislang ruhig. Die Polizei hat rund
30 Menschen in den Wohnungen gefunden und mitgenommen. Das Barmer Viertel
war seit Anfang März von Abriss Gegnern besetzt. http://radiokoeln.de/koeln/rk/85441/news/koeln
Pressespiegel zur
Dokumentation
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01.06.2006
Kölner
Polizei räumt Barmer Viertel
WDR2-Radio-Regionalnachrichten / Nach der Räumung
des Barmer Viertels im Kölner Stadtteil Deutz wird ein Zaun um das gesamte
Gelände errichtet. Ein Wachdienst soll verhindern, dass die Gebäude
erneut besetzt werden. Über 400 Polizisten hatten am Morgen die besetzten
Häuser geräumt. Die etwa 40 Hausbesetzer leisteten keinen nennenswerten
Widerstand. Die Stadt hatte das Gelände im vergangenen Jahr gekauft,
um hier Büros, Hotels und ein Kongreßzentrum zu errichten. Diese
Pläne wurden aber im Dezember gekippt. (http://www.wdr.de/studio/koeln/nachrichten/index.jhtml#TP1065735)
Pressespiegel zur Dokumentation
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01.06.2006
Dialog
statt Zwangsräumung des Barmer Viertels in Köln
Ulla
Lötzer / Mitglied des Deutschen Bundestages, Fraktion DIE LINKE / Pressemitteilung
/ In den frühen Morgenstunden hat die Polizei das seit Wochen
besetzten Barmer Viertel, wo derzeit ca. 100 Menschen leben, zwangsgeräumt.
Die Zwangsräumung des Barmer Viertels ist keine Lösung für
eine gerechte Wohnungspolitik in Köln. Oberbürgermeister Schramma
ersetzt den versprochenen Dialog durch Gewalt so die Kölner Bundestagsabgeordnete
Ulla Lötzer.
Noch dazu besteht
keinerlei Veranlassung, da bislang weder neue Bauplanung besteht noch ein
neuer Investor in Sicht war. Ganz im Gegenteil: die aus der Barmer Initiative
hervorgegangene Mietergenossenschaft iG Messegarten war bemüht, Eigentümer
zu werden und hat Oberbürgermeister Schramma ein Kaufangebot unterbreitet.
Herr Schramma hatte den Leiter des Liegenschaftsamtes Herrn Müller gebeten,
einen Gesprächstermin mit der Mietergenossenschaft zu vereinbaren. Dieses
Gespräch sollte am 2.6. stattfinden. Offensichtlich war diese Vereinbarung
Lug und Trug, oder sie wurden hintertrieben.
Fakt ist,
dass die durch die Kölner Polizei zwangsgeräumten Bewohner des Barmer
Viertels nun wieder obdachlos geworden sind und somit zu Opfern einer ungerechten
Wohnungspolitik in Köln geworden sind. Ich fordere Oberbürgermeister
Schramma und die Fraktionen im Stadtrat auf, dringend das Gespräch aufzunehmen
und eine Lösung dafür zu finden, erklärt Ulla Lötzer.
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01.06.06, 18:29h
Wohnungen voller Fäkalien
KStA-Online
/ Seit vier Uhr
morgens war die Polizei im so genannten Barmer Viertel in Köln-Deutz
im Einsatz. Bei der Hausdurchsuchung wurden die 44 angetroffenen Bewohner
zur Feststellung der Personalien auf ein Polizeirevier gebracht. Sechs Hunde
kamen ins Tierheim. Eigentlich sollten Vertreter des Bauamtes am Mittwoch
eine Begehung der Häuser vornehmen. Jedoch wurde nur Einblick in eine
der 260 Wohnungen gewährt. Die Zustände wurden dort insgesamt als
äußerst unhygienisch eingestuft, die Wohnungen waren teilweise
mit Fäkalien verunreinigt. An Wochenenden hausten hier zeitweise bis
zu 100 Personen. Zudem wurden Wände eingerissen und Dächer abgedeckt.
Die Stadt bat die Polizei um Hilfe. Stadt-Sprecher Ulrich Höver sagte:
"In den Wohnungen wurden ständig bauliche Veränderungen vorgenommen.
Die Rettungswege waren mit Schrott und Unrat blockiert. Es sind auch mehrere
Brände ausgebrochen." Die Polizei Köln rückte mit rund
800 Kollegen aus NRW an und räumten das gesamte Viertel binnen weniger
Stunden. Die Räumung fand weitgehend friedlich statt, die Personalien
der 44 Personen wurden überprüft. Vier von ihnen wurden festgenommen,
da bereits Haftbefehle wegen diverser Delikte gegen sie vorlagen. Unter den
Besetzern war auch ein Jugendlicher, der als vermisst gemeldet wurde. Es wurden
geringe Mengen an Drogen sowie ein gestohlenes Mobiltelefon gefunden.Die Stadt
will die Häuser im rechtsrheinischen Stadtteil Deutz bis Ende Juni abreißen,
um das Areal baureif an künftige Investoren zu übergeben. Auf dem
lukrativen Gelände zwischen ICE-Bahnhof und umgebauter Messe werde ein
modernes Wirtschaftszentrum entstehen, das Interesse potenzieller Investoren
sei groß. (eb, mit dpa) http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1149140124792
Kommentar:
Der Stadtanzeiger wählt ein dramatisches Bild mit der Überschrift
"Wohnungen voller Fäkalien" . Zwei von mehr als sechzig Häuser
waren zwar mit Fäkalien in Toiletten verunratet, als Eindruck setzt sich
nach der Lektüre fest, als wäre dies durchgehend so. Eine Überschrift
wie "Stadt Köln lässt Obdachlose monatelang ohne Wasser
vegetieren" habe ich bisher vermisst. Von Strom gar nicht zu reden.
Stadt-Sprecher Ulrich Höver sagte: "In den Wohnungen wurden ständig
bauliche Veränderungen vorgenommen." In den nächsten Tagen
werden im Auftrage des Erbbauvereins und der Stadt Köln nicht nur bauliche
Veränderungen, sondern die komplette Zerstörung betrieben. Der Ausbau
der hochwertigen Fenster hat schon eine halbe Stunde nach der sogenannten
Begehung begonnen.
Orwell'sche
Zeiten. Eine
"Begehung" mit 800 Polizisten. Eine faktische
Räumung ohne Räumungsbeschluss. Dies wird mit keinem Wort als möglicherweise
rechtswidrig eingestuft. (Heinz
Weinhausen-IBV)
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Gewalt
siegt über Dialog.
NRhZ/IBV, 1.6./ Die Polizei hat heute früh
um 4 Uhr mit der Zwangsräumung des Barmer Blocks begonnen, wo inzwischen
ca. 100 Menschen eingezogen waren, um die gut erhaltenen Häuser vor dem
Abriss zu retten und preiswerten Wohnraum zu erhalten. Ein Räumungstitel
lag nicht vor. Nach Auskunft der Initiative Barmer Viertel war auch kein neuer
Investor in Sicht. Allein die aus der Initiative hervorgegangene "Mietergenossenschaft
iG Messegarten", hatte letzte Woche OB Schramma ein Kaufangebot unterbreitet,
worauf für Freitagvormittag, 2.Juni ein Gespräch bei der Stadt vereinbart
worden war. Kommentar der Initiative: "Offenkundig haben Kräfte
der Stadt mit der Polizei die anstehenden Gespräche hintertrieben. Oder
diese waren von Anfang als Bluff gemeint." Am polizeilich-genehmigten
Infowagen am Barmer Platz finde eine Dauerkundgebung statt, auf der gegen
die Räumung und den Abriss demonstriert werde. Jeder habe das Recht,
dort zu demonstrieren. Der Zugang dürfe nicht verweigert werden.
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01.06.2006, 8:00 Uhr
Kölner
Polizei überrascht Hausbesetzer im Schlaf
report-k.de
/ Andi Goral / lDer
ganze Messeparkplatz voll mit Fahrzeugen der Polizei. Aus ganz Nordrhein-Westfalen
hat die Kölner Polizei Kräfte angefordert und begann um 4:00 Uhr
morgens mit der Räumung der besetzten Häuser des Barmer Viertels.
Alle Zufahrtswege zu den Häusern waren abgeriegelt. Der Einsatz dauert
zur Stunde noch an und verläuft friedlich. "Die Stadt Köln
hat uns gebeten, den Ämtern Bauordnungsamt, Gesundheitsamt und Feuerwehr
Zutritt zu den Häusern zu verschaffen", so begründete Polizeisprecher
Laggies den Einsatz. Am gestrigen Mittwoch, so Laggies weiter, wollte die
Stadt Köln eine Besichtigung der Häuser durchführen, da man
befürchtete die Häuser sind baulich verändert worden und wollte
damit der Brandvorbeugung und der städtischen Verkehrssicherungspflicht
nachkommen. An Haus 7 wurde das Dach verändert und war mit blauer Plane
geschützt. Den Mitarbeitern der städtischen Ämter sei von Seiten
der Hausbesetzer der Zutritt zu den Häusern verwehrt worden, daraufhin
habe man die Polizei um Hilfe gebeten. (mehr)
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Donnerstag, den 01.06.2006
04:45 Uhr
Barmer
Viertel wird geräumt.
Die Gewalt siegt über den politischen Dialog.
IBV
/ Pressemitteilung /
Die Polizei hat heute früh um 4 Uhr mit der Zwangsräumung des
Barmer Blocks begonnen, wo inzwischen ca. 100 Menschen eingezogen sind, um
die gut erhaltenen Häuser vor dem Abriss zu retten und preiswerten Wohnraum
zu erhalten. Ein Räumungstitel liegt nicht vor.
Eine Veranlassung dazu hat nicht bestanden, da keine neue Bauplanung besteht und kein neuer Investor in Sicht ist. Einzig die "Mietergenossenschaft iG Messegarten", die aus der "Initiative Barmer Viertel" hervorgegangen ist, hatte letzte Woche noch Oberbürgermeister Fritz Schramma ein Kaufangebot unterbreitet. Seine Antwort vom 23. Mai : "Aufgrund der derzeitigen Vielzahl an Terminen und Verpflichtungen hat Herr Oberbürgermeister Schramma zuständigkeitshalber Herrn Maximilian Müller, Leiter des Amtes für Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln, gebeten, das Gespräch mit Ihnen zu führen und sich mit Ihnen zwecks Terminsabsprache in Verbindung zu setzen." Für morgen Freitag, den 02.06. war das Gespräch vereinbart. Offenkundig haben Kräfte der Stadt mit der Polizei die anstehenden Gespräche hintertrieben. Oder diese waren von Anfang als Bluff gemeint.
Diese Pläne zur Weiternutzung der Barmer Blocks wurden auch den Ratsfraktionen der Grünen und der SPD vorgestellt und sind auf Interesse gestoßen. Eine Besprechung der Pläne innerhalb der SPD-Fraktion noch vor der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wurde zugesagt.
Ebenso gibt es für eine polizeiliche Räumung aus ordnungsrechtlichen Gesichtspunkten keinen Grund, da vom Barmer Block weder Störungen der öffentlichen Ordnung noch Straftaten ausgegangen sind.
Am polizeilich-genehmigten Infowagen am Barmer Platz findet die Dauerkundgebung statt, wo gegen die Räumung und den Abriss demonstriert wird. Jeder hat das Recht, dort zu demonstrieren. Der Zugang darf nicht verweigert werden.
Etliche der zwangsgeräumten Bewohner des Barmer Blocks werden nun wieder obdachlos, so dass für sie eine soziale und politische Lösung gefunden werden muss.
Die "Initiative
Barmer Viertel" dankt der Deutzer Bevölkerung und den vielen Kölner
Bürgerinnen und Bürger für ihre Unterstützung.
(PDF 103KB)
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17.05.2006
liebe
mitglieder der grüne
Sandra
Steup / ich habe
mich bis jetzt damit zurückgehalten meine meinung dazu zu äussern
was ich darüber denke was derzeit im barmer viertel passiert. Aber ganz
allmählich bekomme ich wirklich das k.....sorry aber das was derzeit
dort passiert schlägt jedem fass den boden aus es reicht langsam wirklich.
Ich weiss von einigen bewohnern das vor ein paar tagen herr roche vom erbauverein
versucht hat mit der Axt gewaltsam in einer der häuser einzudringen seine
äuserung; es dauere im zulange auf eine gerichtliche endscheidung zu
warten, das verstösst an sich schon gegen jegliches recht.Aber das am
abend der private sicherheitsdienst WIS versucht hat, mit rechtsradikalen
in diese häuser einzudringen ist jawohl das absolute. ehrlich. diese
rechtsradikalen glatzköpfe sind noch durch deutz gezogen und haben heil
hitler gebrüllt, während sie unbeteiligte passanten angepöbelt
haben. Dann sind sie vom pförtner der kölnmesse eingelassen worden
und vom sicherheitsdienst wis mit handschlag begrüsst worden. es kann
schon sein das die leute vom barmer viertel nicht immer so freundlich, geduldig
und nett sind, es mag sein, dass sie auch lernen müssen, nicht allzu
radikal ihre forderungen durchzusetzen. Aber als erstes möchte ich sagen,
die Besetzter sind menschen, sie haben das recht ihre forderung kundzutun,
es geht nicht um eine wohnung, die hier aberissen wird: 260 wohnungen werden
vernichtet. (mehr)
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17.05.2006
"Als langjährige Wählerin
der Grünen bin ich wirklich enttäuscht, dass Sie da mitmachen."
Astrid Günther / To: buero@gruenekoeln.de /
Hallo, schönen guten Tag, die Mail von Frau Steup war auch in meinem
Postfach gelandet.Was ich an der ganzen Geschichte vor allem nicht verstehe
( und übrigens auch niemand aus meinem Bekanntenkreis ): Wieso wurde
und wird am Abrissn festgehalten, wenn doch das geplante Bauprojekt gescheitert
ist? Hatte man Angst, das Gesicht zu verlieren, wenn man zugibt, mit seinen
Plänen gescheitert zu sein und das Abriss-und Umsiedlungsprojekt rückgängig
macht? Ist die Angst vor Image- und Prestigeverlust wichtiger als die Menschen
in dieser Stadt? Als langjährige Wählerin der Grünen bin ich
wirklich enttäuscht, dass Sie da mitmachen.
Ich habe die Wohnungen in der Barmer Siedlung gesehen ( zum Konzert vonMagic
Street Voices und Klaus dem Geiger ), und m.E.sah es nicht so aus, als wenn
diese nicht mit ein wenig Renovierung wieder bewohnbar gemacht werden könnten.
Sicher, die ehemaligen Bewohner sind mittlerweile umgesiedelt, aber das ändert
nichts an der Tatsache, daß in Köln dringend bezahlbare Wohnungen
gebracht werden und es könnte auch etwas ganz Neues entstehen, z.B. gemeinsames
Wohnen von Jung und Alt...
Viele Grüße, Astrid Günther
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26.05.2006
Schreiben an Innenminister Wolf
Rainer Kippe/Martin Massip / Sehr geehrter Minister,
bei Durchsicht der Unterlagen zum Kauf des Barmer Viertels durch die Stadt
Köln im Jahre 2002 mussten wir feststellen, dass die Verwaltung, die
bekanntlich für den Erwerb dieses kleinen Areals an die 70 Millionen
Euro aufgewendet hat, in der Gegenrechnung zur Finanzierung völlig überhöhte
Annahmen für den Wiederverkauf eingesetzt hat. Die Kaufsumme besteht
zum größten Teil aus den Verlagerungskosten in Höhe von 42,5
Millionen Euro. Es erscheint von daher ausgeschlossen, dass der Gesamtbetrag
allein durch den Verkauf der abgeräumten Grundstücke wieder herein
kommen kann. Der Fraktionsvorsitzende der Kölner FDP, Herr Sterck, ging
jedenfalls in der Ratssitzung vom 04.04. d. Jahres davon aus, dass die Stadt
beim Verkauf des Barmer Viertels auf jeden Fall Verluste machen werde, ohne
dass ihm eine andere Fraktion darin widersprochen hätte. (mehr)
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25.05.2006
*Party
gegen Räumung* im Barmer Block von 21 Uhr bis zum nächsten Morgen
mit Brigadistaksounds
und DJ Gottschall mit
Außerirdischer Leuchtballjonglage von Jonny Weltraum und mit Bands
IBV
/ Trotz anderslautender
Gerüchte steht der Barmer Block immer noch und ist immer noch besetzt,
seit bald drei Monaten. Die Initiative Barmer Viertel hat nun erfahren, dass
die Polizei eine polizeiliche Räumung noch vor Beginn der Weltmeisterschaft
erwägt. Polizeiliche Räumung heißt: sie sparen sich mit Billigung
der Verwaltung das eigentlich
vorgeschriebene Verfahren der Räumungsklage.
Es gab Hinweise, dass sie die Räumung eventuell sogar schon für
diesen Freitag planen. Egal ob das nun stimmt - Initiative und BesetzerInnen
nehmen das zum Anlass, schonmal für den Ernstfall zu üben.
Wir feiern so lange, bis wir die Räumung verhindert haben! Übernachtungsmöglichkeiten
gibt's reichlich.
Schlafsack und Isomatten mitbringen.
Freitagmorgen: Keine Räumung. Das Frühstück
kann beginnen.
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23.05.2006
VEB
KoelnMesse
IBV
/ Seit Jahren ist
die Stadt Köln in den roten Zahlen. Seit Jahren verschwinden auf unerklärliche
Weise Millionen. Auf der Suche nach dem schwarzen Loch wurde bis jetzt immer
auf angebliche "Sozialschmarotzer" verwiesen. Dabei liegt das Loch
ganz wo anders, wo keiner es vermutet, wo angeblich hart gearbeitet, klug
gewirtschaftet und satte Gewinne erzielt werden, nämlich bei der KoelnMesse.
(mehr) (PDF
90KB)
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23.05.2006
Kaufangebot für Barmer Viertel
Initiative rechnet mit Räumung
am Freitag
IBV / Pressemitteilung /
Heute hat die "Mietergenossenschaft iG Messegarten" Oberbürgermeister
Schramma ein Kaufangebot des Barmer Blocks vorgelegt. Die Genossenschaft iG,
die aus der Initiative Barmer Viertel hervorgegangen ist, erwartet mit einem
Verhandlungspartner der Stadt Köln Gespräche zur Klärung, unter
welchen Bedingungen, zu welchem Kaufpreis und Kaufmodalitäten die Stadt
Köln veräußerungsbereit ist.Pläne einer diesbezüglichen
Weiternutzung des Barmer Blocks hat die Initiative bei Vertretern der Ratsfraktionen
der Grünen und der SPD vorgestellt und ist auf Interesse gestoßen.
Eine Besprechung der Pläne in der SPD-Fraktion noch vor der nächsten
Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wurde zugesagt.
Trotzdem die Dinge im
Fluss sind, hat die Initiative erfahren, dass die Polizei mit Billigung der
Verwaltung eine polizeiliche Räumung noch vor Beginn der Weltmeisterschaft
erwägt. Nach Informationen der Initiative soll die Räumung u.U.
schon an diesem Freitag vollzogen werden unter Ausnutzung des langen Wochenendes
und der Tatsache, dass die Politik dann abgetaucht ist. Für eine polizeiliche
Räumung aus ordnungsrechtlichen Gesichtspunkten gibt es keinen Grund,
da vom Barmer Block weder Störungen der öffentlichen Ordnung noch
Straftaten ausgegangen sind oder ausgehen und auch nicht ausgehen werden,
auch nicht während der Fußballweltmeisterschaft. Es ist vielmehr
den Bemühungen der Initiative gelungen, mit der schwierigen Klientel
von randständigen Jugendlichen eine ernsthafte Arbeit zu leisten und
diese einzubeziehen.
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18.05.2006
"Für
eine Zwischennutzung des Barmer Viertels"
IBV /
Wenn auch etwas
verspätet, möchten wir hier noch ausdrücklich auf den Artikel "Für eine Zwischennutzung
des Barmer Viertels" von Jörg Heinrich Penner aus dem Vorstand der Grünen
hinweisen, welchen er für den Grünen Mitgliederrundbrief "Mach Et", Ausgabe
April 2006 verfasst hat. Etwas, was wir sehr zu würdigen wissen, setzen sich
doch anderere führende Grüne weiterhin für den Abriss des Barmer Blockes ein.
Ein engagierter Vorstoß in einer sicherlich innerparteilich schwierigen Situation
also. Ebenso freuen wir uns über eine erste positive Rückmeldung vom Grünen
Ratsmitglied Gerd Brust zu unserem Vorschlag der Mietergenossenschaftsgründung,
welchen wir den Ratsmitgliedern zugesendet haben. zur
"Mach Et - Ausgabe vom 25. April 2006" (8,6 MB!)
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18.05.2006
Eine
Lösung für das Barmer Viertel - Mietergenossenschaft
IBV /
Die Initiative Barmer
Viertel schlägt der Politik, Verwaltung und Messe eine Lösung für das Barmer
Viertel vor. Am Mittwoch dem 17.05.2006 wurde in einer Pressekonferenz ein
Konzept zur Gründung einer Mietergenossenschaft offiziell vorgestellt. Ein
Kölner Wirtschaftsprüfungsunternehmen hat einen Finanzierungs-Konzeptentwurf
erstellt. mehr (Flugblatt)
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15.05.2006
Initiative
unterstützt Studenten gegen Studiengebühren
IBV /
Nachdem die FDP
in einer Presseerklärung völlig zu Unrecht vermutet hat, die Hausbesetzer
des Barmer Viertels hätten aktiv an der Besetzung der FDP-Geschäftsstelle
am 11.05.2006 mitgewirkt, nahm die Initiative dies zum Anlass, nun wirklich
die Proteste gegen Studiengebühren aktiv zu unterstützen: unser
Flugblatt (PDF 155KB) und Fotos
vom 15.05.2006
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11.05.2006
Erbauverein
versucht, polizeiliche Räumung zu provozieren
IBV /
Am Dienstag den
9.Mai, hat der Erbauverein versucht, eine polizeiliche Räumung zu provozieren.
Die Art und Weise, wie er vorging, ist erschreckend, wir hätten bis zu diesem
Tag solche Methoden von der Genossenschaft nie erwartet. Eine genaue Schilderung
der Ereignisse finden Sie
hier (PDF 230KB)
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07.05.2006
Abriss-Grüne
haben keine Zukunft!
Flugblatt zum Zukunftskongress der Grünen NRW
IBV /
Am Sonntag, 7.Mai,
besuchte die Initiative Barmer Viertel in Oberhausen den Zukunftskongress
der Grünen Nordrhein-Westfalens mit Flugblättern und Transparenten, um auf
die verfehlte Politik der Kölner Grünen bezüglich des Barmer Viertels aufmerksam
zu machen.
Flugblatt (PDF) Vorderseite
| Rückseite
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01.05.2006
Barmer
Block - Wir sind immer noch da
IBV
/
Seit nun schon fast
zwei Monaten haben wir den Barmer Block besetzt. Mit seinen 260 Wohnungen
bildet er den größten Teil des Barmer Viertels, dort haben in den
letzen Jahren noch 1.000 Menschen gelebt. Der Abriss der zwei Bauten aus den
Sechziger Jahren am Barmer Platz hat seit einer Woche begonnen. Die Stadt
Köln, Erbbauverein und Kölner Presse vermitteln den Eindruck, dass
ebenfalls der Abriss der besetzen Häuser schon begonnen habe und jeder
weitere Widerstand zwecklos sei. Doch die Wahrheit ist: Abgerissen wird der
hintere Teil des Barmer Viertels, der nie besetzt worden ist. Damit bekommt
die Kölner Messe, das, was sie gefordert hat: Einen Südeingang zum
Bahnhof. Weitere ernsthafte Pläne gibt es nicht!
Wer jetzt noch den Barmer Block abreißen will, kann deshalb nur undurchsichtige
Interessen verfolgen, die er öffentlich nicht benennen kann, darf oder
will. Das kennen wir bereits vom Kölner Klüngel. Gegen diesen Klüngel
ist in den letzen Wochen eine breite Öffentlichkeit aufgestanden. Den
städtepolitischen Irrsinn, Wohnraum für Parkplätze abzureißen
oder einen MusicalDom hinzustellen, lehnen viele KölnerInnen ab. Die
Lügen der Politiker/innen wurden sogar in den Medien vorgeführt.
BesetzerInnen, die Initiative Barmer Viertel und viele andere KölnerInnen
werden einen Abriss nicht widerstandslos hinnehmen.
Auch Sie haben die Möglichkeit, zur Rettung des Barmer Blocks beizutragen:
Informieren Sie sich. Unterschreiben Sie unsere Unterschriftenliste. Schreiben
Sie Leserbriefe. Fordern Sie von den RatsmitgliederInnen Rechenschaft. Kommen
Sie zum Initiativentreffen, jeden Dienstag um 19.30 Uhr im Bürgerhaus
Deutz. Besuchen Sie uns im Barmer Block, im Infowagen am Barmer Platz und
in unserem Initiative-SecondHand-Laden.
(PDF 141KB)
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01.05.2005
Wir
fordern die Stadt Köln auf, den Abriss des Barmer Blocks
zu stoppen.
Unterschriftensammlung
Köln hat 20.000 Wohnungssuchende. Billiger oder preisgünstiger Wohnraum
ist Mangelware.
Nachdem die hochfliegenden Hochhauspläne für Deutz gescheitert sind,
gibt es keinen Grund mehr, die 260 Wohnungen des historischen Barmer Blocks
abzureissen.
Auch die ungehemmten Expansionspläne der KölnMesse und des Politikerklüngels,
der sie unterstützt, sind kein Grund und rechtfertigen dies nicht, zumal
bereits jetzt schon Wohnraum für den Südeingang der Messe abgebrochen
wird. Die bisher bekanntgewordenen Pläne, ein Kongresszentrum oder ein
MusicalDom zu errichten sind unsinnig, oder wie von den Befürworten des
Kongresszentrum eingeräumt, ein riesiges Verlustgeschäft.
Wir fordern von der Stadt Köln: Erhalt des Barmer Blocks und der 260
Wohnungen! (mehr)
(Unterschriftenlisten-PDF
30KB)
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03.05.2006
"Und
bis wirklich Büros gebaut werden, entsteht erstmal die teuerste Brachfläche
Deutschlands."
(Zitat
ZDF Länderspiegel)
INA / Sehr
geehrte Damen und Herren, am 22.4.06 berichtete der ZDF-Länderspiegel
sehr interessant zum Barmer Viertel. Kritische Berichterstattung, die schon
mehrfach als Marotte der Privaten Sender abgetan wurde, ist nun auch schon
Marotte des ZDF geworden.
"Und bis wirklich Büros gebaut werden, entsteht erstmal die teuerste
Brachfläche Deutschlands." (Zitat Länderspiegel)
Die Kölsche Politik und Verwaltung setzt offensichtlich alles daran,
zum Gespött der Nation zu werden.
Nur zu. (Manuskript
der Sendung)
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28.04.2006
Gilt
in Köln die Maulkorbverordnung auch für Stadtplaner?
An die Workshop-Experten
IBV
/ Wir haben Sie
vor 2 Wochen schon einmal besucht. Heute suchen wir Sie erneut heim, um mit
Ihnen über die weitere Entwicklung des Barmer Viertels zu reden. Inzwischen
ist viel passiert: Der Abbruch der Neubauten im westlichen Teil hat begonnen,
und damit wird der Weg frei gemacht für den neuen Ausgang der Messe,
das Logistikzentrum, das Kongresszentrum und den neuen ICE-Terminal!
Inzwischen wird in Politik, Verwaltung und in Journalistenkreisen hinter vorgehaltener
Hand darüber gesprochen, dass die Messe nun bekommen hat, was ihr zusteht,
und dass man jetzt eigentlich wieder darüber reden können müsste,
wie der Barmer Block in die Neubebauung integriert werden kann. Einen ersten
Schritt hat Ihr Workshop bereits getan: Zwei von drei Entwürfen sehen
auf dem Gebiet des Barmer Blocks neben Büronutzung auch Wohnungen vor.
Damit ist einer Selbstverständlichkeit zeitgemäßer Stadtplanung
Rechnung getragen: Keine menschenleeren Geisterstädte mehr!
Der zweite Grundsatz von Stadtplanung, vom Bestand auszugehen und alles mitzubedenken,
was erhaltenswert erscheint, kommt nicht zur Anwendung wegen des Tabus, welches
das Kölner Establishment in Politik, Verwaltung und Medien errichtet
hat: Ihrem Workshop hat man das entsprechende Denkverbot mit auf den Weg gegeben,
in der Planung nur von einer komplett geräumten Fläche auszugehen.
Die Gründe sind inzwischen hinreichend öffentlich bekannt. Sie heißen:
- Interessen der KölnMesse, - Verschleuderung von öffentlichem Eigentum,
- Haushaltssicherungskonzept mit erkennbar falschen Zahlen, dass die Verwertung
des Barmer Viertels vorsieht, - Grundstücksspekulation zugunsten einflussreicher
Kölner Mitbürger.
Die Akzeptanz dieses Workshops in der Öffentlichkeit steht und fällt
mit der Unabhängigkeit und Vorurteilslosigkeit seiner Arbeit. Nur wenn
die Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt den Eindruck erlangen, die
Entwürfe und Vorschläge des Workshops seien tatsächlich sachlich
und frei entwickelt worden, werden sie die Beschlüsse anerkennen. Deshalb:
- Lassen Sie sich nicht missbrauchen! - Lassen Sie sich keinen Maulkorb umhängen
und kein Denkverbot verordnen! - Bleiben Sie unabhängig! Denken Sie an
Ihren guten Ruf! - Lassen Sie sich nicht für die Vernebelung undurchsichtiger
Geschäfte und kaum verhüllter Profitinteressen einspannen!
Geben Sie ein Minderheitenvotum ab:
Verlangen Sie, dass die Erhaltung des Barmer Blocks als eine Alternative in
die Planung einbezogen wird.
Bekennen Sie sich auch deutlich in der Öffentlichkeit dazu.
Zeichnen Sie Entwürfe, in denen der Barmer Block ein Teil der Neuplanung
ist. (PDF 132KB)
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24.04.2006
Wer
kann helfen?
Bund
Deutscher Architekten - Montagsgespräch
IBV
/ Von Verwaltung
und Politik können wir in diesem Falle nichts mehr erwarten. Zu tief
haben sie sich in undurchsichtige Geschäfte verstrickt. Wir rufen Sie
als unabhängige Fachleute und Planer auf, den Grundsätzen der Stadtplanung
zu ihren Recht zu verhelfen und einen Planungsprozess auf Grundlage der tatsächlichen
Verhältnisse zu beginnen, der diesen Namen verdient.
Unterstützen Sie die Forderung nach einer offenen Planung im Barmer Viertel.
Den BDA fordern
wir auf:
Setzen Sie dieses Thema auf die Tagesordnung des nächsten Montagsgespräches.
Besuchen Sie den
Barmer Block, machen Sie sich selbst ein Bild von der städtebaulichen
Situation, unterstützen Sie die Besetzung für eine realistische
Stadtplanung.(mehr) (PDF
156KB)
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20.04..2006
Offener Brief
von Rainer Kippe an die Fraktion Die GRÜNEN (3)
Rainer
Kippe / ... Dass
Ihr nicht mehr mit uns über friedliche Lösungen fürs Barmer
Viertel reden wollt, habe ich jetzt verstanden. Ich finde das schade, weil
gerade jetzt, nach dem Beginn des Teilabrisses für den Messeausgang,
nachdem also, wie Du es in Rathaus Ratlos formuliert hast, der "Investitionsdruck
der Messe" herausgenommen ist, wieder die Möglichkeit besteht, über
eine Weiternutzung des Barmer Blocks nachzudenken, sei es als Zwischennutzung,
bis ein Neubau ansteht, sei es als Integration der historischen Bausubstanz
in ein neues Viertel. Für eine solche Lösungssuche standen und stehen
wir zur Verfügung. (mehr)
(PDF
19 KB)
Übersicht
02.04.2006
Offener Brief von Rainer Kippe an die Fraktion Die GRÜNEN
(1) (mehr)
(PDF
70 KB)
10.04.2006
Legenden um den Barmer Block
von Jörg Frank rathaus
ratlos (mehr)
11.04.2006
Antwort zu "rathaus ratlos" von Christa Schliebs
(mehr)
11.04.2006
Antwort von Jörg Frank an Rainer Kippe (PDF
33KB)
17.04.06
Offener Brief von Rainer Kippe an Jörg Frank (Die
GRÜNEN) (2) (mehr)
(PDF
13KB)
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20.04.2006
Grüne rücken von Zwischennutzung ab
Grüne wollen Abriss für Musical
Initiative
Barmer Viertel /
Führende Grüne sind von der Zwischennutzung des Barmer Blocks abgerückt,
obwohl der ihr Parteitag dies am 21.3. beschlossen hat. Sie sprechen von "Besetzerromantik".
"Das Grundstück sei für eine rein gewerbliche Nutzung geeignet.
Man werde anregen, dort unter anderem dauerhaft einen Musical-Standort zu
schaffen." Den Gedanken ein Musical-Zelt aufzuschlagen, hatte auch schon
OB Fritz Schramma und die Verwaltung aufgebracht, da ein Abriss nur für
Parkplätze ihnen wohl allzu peinlich ist. Ähnlich wie mit einem
Kongresszentrum sind mit einem Musicalbetrieb allerdings heutzutage keine
Gewinne zu machen. Während die Grünen diese abgestandene "Idee"
wieder aufwärmen, wird innerhalb des Workshops zur Neugestaltung des
Areals bereits über die Möglichkeit von Wohnbebauung diskutiert.
Ihren neuen Ruf als Abrisspartei haben die Grünen indes mit ihren
Musical-Vorschlag gefestigt. (Quellen: Kölnische Rundschau
vom 19.04.06 und eigener Bericht)
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15.04. 2006
Unzumutbar
Offener Brief an MdR Dr. Eva Bürgermeister
(SPD)
Heinz Weinhausen
/ Sehr geehrte Eva Bürgermeister,
in Ihrer Rede für die SPD in der Ratssitzung vom
4. April zum Thema "Barmer Viertel" mussten deren ehemalige Bewohnerinnen
und Bewohner nach ihrer Umsiedlung auch noch dafür herhalten, den Grund
für den Abriss ihrer Häuser zu liefern. Es sei Ihnen nicht zuzumuten,
wenn nach der Umsiedlung nun andere dort, wenn auch nur vorübergehend,
wohnen würden. Dies klingt nun merkwürdig, weil Politik, Verwaltung
und die Geschäftsführung des Erbbauvereins stets hervorheben, dass
alle freiwillig umgezogen seien und ihre neuen modernen Wohnungen zu schätzen
wissen. Warum sollten sie dann neidisch sein, wenn nun andere in ihren alten
Kaschemmen darben? Und das auch noch bei unzumutbarer Insellage? (mehr)
(PDF
62KB)
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20.04.2006
Mitte
nächster Woche soll Abbruch beginnen
Bis zur Räumung
des Barmer Blocks werden aber noch Wochen vergehen
KR / (cid)
/ Mitte kommender Woche rollen im Barmer Viertel die Bagger an. Sie
werden an der Barmer Straße zunächst das Haus 26, das dem Bau des
Messeeingangs Süd im Wege steht, abreißen. Anschließend sollen
nach Worten von Uwe Neuhaus, dem Geschäftsführer des Erbbauvereins,
die Häuserzeilen an Leichlinger und Vohwinkeler Straße dem Erdboden
gleichgemacht werden. Ganz zum Schluss soll dann der so genannte Barmer Block
einer neuen Bebauung weichen.
Zur polizeilichen Räumung des besetzten Blocks ist ein Gerichtsbeschluss
notwendig. Der Erbbauverein will den Räumungstitel aber erst dann
beantragen, wenn die Rahmenplanung zur Neugestaltung des Areals abgeschlossen
ist. Zurzeit wird darüber in einem Workshop gesprochen, dessen Ergebnisse
am 12. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
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18.04.06
Teilabriss
des Barmer Viertels beginnt
Kompromiss: Erhalt der Barmer Blocks
IBV
/ Pressemitteilung /
Am Mittwoch wird der Erbbauverein beginnen, das Haus Barmer Str.26 abbrechen
zu lassen. Dieses Wohngebäude aus den 60er Jahren, welches nicht besetzt
war, steht dem Neubau des Messe-Eingangs Süd im Wege. Obwohl hier wertvoller
Wohnraum vernichtet wird, kann die Initiative Barmer Viertel diese Maßnahme
nachvollziehen, macht sie doch den Weg frei für die Erhaltung des benachbarten
historischen Barmer Blocks, der seit nunmehr 6 Wochen besetzt ist.
Wir sehen hierin einen ersten Schritt zur Verwirklichung des Kompromisses,
den die Initiative seit vielen Wochen öffentlich in Politik und Presse
vertreten hat. Die Politik hat damit die Chance, zu ihrem ursprünglichen
Bebauungsplanentwurf zurückzufinden, in dem der Erhalt des historischen
Barmer Blocks vorgesehen war. Es wird damit eine Lösung des Konfliktes
möglich, bei der für alle Seiten die Vorteile die Nachteile überwiegen
(sog. "win-win-Lösung"):(mehr)
(PDF 113KB)
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10.04.2006
Barmer Viertel neu planen
Offener Brief an Baudezernent Bernd Streitberger
Boris
Sieverts /
... Nun sind die Pläne zunächst mal gescheitert bzw. auf 2025 !!
(Bahnhof) vertagt. Die Häuser, die dafür abgerissen werden sollten,
stehen noch! "Zum Glück!" - sollte man jetzt meinen - aber
was hört man dann aus dem weisen Rathaus: "Wir reißen trotzdem
ab!" Man ist überrascht und wagt zu fragen: "Aber warum
denn - gibt´s was Neues?" - "Nicht wirklich - aber es
könnte ja was Neues geben." - da kann man dann nur noch mit den
Schultern zucken und sagen: "Ja, liebe Leut´, seid Ihr denn jetzt
völlig übergeschnappt?". Oder man lässt noch mal die ganzen
Schildbürgereien, die in den letzten Jahren beim Kölsch im kleinen
Kreis ausgeheckt wurden Revue passieren und kommt zu dem Schluss: "Nein!
Es reicht! Hier reißt niemand mehr irgendetwas ab, weil ja was anderes
kommen könnte, sollte, müsste!"
An diesem Punkt bin ich angelangt und viele andere glaube ich auch. (mehr)
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09.04.06
Kein plausibler Grund für
Abriss und Räumung des Barmer Viertels
Aufruf zu gewaltfreiem Protest
Erklärung der Initiative Barmer Viertel:
IBV / Für den Abriss des Barmer Viertels
gibt es keinen plausiblen Grund. Es gab und gibt keine Investoren in Köln,
die das Gelände zu einem Preis kaufen würden, der so hoch ist, dass
die Stadt das aufgewendete Kapital in Höhe von 65 Mio. Euro zzgl. 3 Mio.
Abbruchkosten wieder hereinbekäme. Die alten Pläne sind gescheitert.
(...) Nachdem die vernünftigste Lösung, der Erhalt des historischen
Barmer Blocks, im Stadtrat politischen Intrigen geopfert worden ist, kann
nur noch der Widerstand von Bürgern und Besetzern den Kölner Klüngel
stoppen. Nun haben Stadt und Erbbauverein die Räumung angekündigt.
Um die Unsinnigkeit ihrer Gewaltlösung für alle deutlich zu machen,
werden wir uns bei einer Räumung umso gewaltfreier verhalten. Für
uns ist dabei klar, dass für den Zorn und Widerstand, auf den Erbbauverein
und Stadt bei der Räumung einer so großen Besetzung stoßen
werden, sie selbst verantwortlich sind, gemeinsam mit den Politikern, die
diese unheilvollen Beschlüsse gefasst haben. Wir
rufen alle KölnerInnen auf, unseren gewaltfreien Protest zu unterstützen.
(mehr) (PDF
14 KB)
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08.04.06
Einigung
über Viertel-Abriss
KR
(cid) / Stadt und Erbbauverein eG haben in den Verhandlungen über
den Abriss des Barmer Viertels gestern eine Einigung erzielt. Der Erbbauverein
hat zugestimmt, eine einstweilige Verfügung zur Räumung der besetzten
Häuser zu betragen, die Zwangsvollstreckung zu betreiben und den Abriss
zu organisieren. Die Stadt hat sich verpflichtet, die Genossenschaft bei der
Durchführung der Räumung zu unterstützen.
Der Erbbauverein
wird nun unverzüglich das Unternehmen beauftragen, das der Stadt das
günstigste Angebot vorgelegt hat. Im Gegenzug hat die Stadt Entgegenkommen
signalisiert, sollte es etwa aufgrund der Hausbesetzung nicht gelingen, die
Siedlung innerhalb der ursprünglich vereinbarten Frist bis zum 30. Juni
dem Erdboden gleich zu machen.
Es sei beabsichtigt,
den Abriss möglichst rasch zu vollziehen, teilten die Geschäftsführer
des Kölner Erbbauvereins, Uwe Neuhaus und Werner Roche, mit. Im notariellen
Vertrag sei daher auch weiterhin als Ziel formuliert, das Gelände bis
Ende Juni baureif zu machen. "Es war nie unser Bestreben, einen langwierigen
Rechtsstreit zu führen", erklärt die Geschäftsführung
des Erbbauvereins. Die Kosten für den Abriss übernimmt die Stadt.
Anfang nächster
Woche wollen Erbbauverein und Stadt mit der Polizei über die Räumung
sprechen. Seit mehr als vier Wochen werden einige Häuser des so genannten
Barmer Blocks von Abrissgegnern besetzt. (Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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07.04.2006
BARMER VIERTEL GESTALTEN
An die TeilnehmerInnen des Workshop
Initiative Barmer Viertel / Der historische
Barmer Block ist seit 5 Wochen besetzt. Wir von der Initiative Barmer Viertel,
fordern seine Erhaltung.
- Der historische Barmer Block braucht für eine Neugestaltung des Viertels
nicht abgebrochen zu werden. Im Gegenteil: er bildet ein attraktives Entrée
für das neue Viertel, egal, was dahinter gebaut wird
- Nicht einmal die Messe braucht den Abbruch. Ihr neuer Süd- Eingang
hat gut hinter dem Barmer Block Platz, ebenso der Bahnhofsausgang und sogar
ein Kongresszentrum. Nach den eigenen Angaben der Messe wird der Südausgang
sowieso nur provisorisch für 15 Jahre errichtet.
- Wohnen gehört dazu. Geisterstädte sind out. Deshalb plant auch
die Verwaltung ausdrücklich auch Wohnen. Wir meinen: Erhalten ist billiger
als Neubauen.
- Ein wirklich offener Prozeß muß die Deutzer BürgerInnen
und die neuen Bewohner des Barmer Viertels miteinbeziehen, und nicht nur einen
kleinen Kreis von Experten. Ein solcher offener Prozeß muß auch
die Möglichkeit des Erhalt des Barmer Blocks ernsthaft als Alternative
mitprüfen. Auf diese Offenheit sollten Sie Wert legen, weil sonst die
Ergebnisse jede Glaubwürdigkeit verlieren.
- Überzeugen Sie sich selbst vom Zustand des Barmer Blocks. Besuchen
Sie uns. Niemand der sich die Gegebenheiten nicht selbst angeschaut hat, bevor
er ein Urteil fällt, kann egal welchen Titel er hat, beanspruchen Experte
zu sein.
- Ohne die Erhaltung und Einbeziehung des Barmer Blocks, der ein frühes
und herausragendes Beispiel des Genossenschaftsbaus ist, wird in das historische
Gedächtnis der Stadt eine brutale Gedächtnislücke geschlagen.
Der Architekt des Barmer Blocks ist der bekannte Kirchenbaumeister, Architekt
und Stadtverordneter Theodor Ross. Bis zu den gescheiterten Hochausplänen
war der Barmer Block auch 16 Jahre lang unter Denkmalschutz anerkannt. Der
Vorrang der Investoren eingeräumt worden ist, ändert nichts an der
Tatsache, daß der Barmer Block weiter ein Denkmal ist.
- Das Grundstück ist mit den Gebäuden wertvoller als ohne. Für
das gesamte Gelände wurden leergeräumt 16,4 Mio. geboten. Davon
sind die Abbruchkosten in Höhe von 3 Mio. abzuziehen. Der historische
Barmer Block ist nach unabhängigen Schätzungen pro qm Wohnraum 1.234.-
Euro - Die Politiker haben sich wieder einmal verrannt. Sie haben 65 Mio.
im "Millionen-Grab Deutz" (Kölnische Rundschau) versenkt. Die
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Haushaltsuntreue nach §266 StGB. Nun
will keiner die Verantwortung übernehmen. Durch Räumung und Abbruch
sollen die Spuren verwischt und die lästige Diskussion beendet werden.
Lassen Sie sich nicht als Alibi für einen städtebaulichen Kahlschlag
missbrauchen
Fordern Sie mit uns:
EINBEZIEHUNG DES HISTORISCHEN BARMER BLOCKS MIT DEN
JUGENDSTILDENKMÄLERN IN DIE NEUBAUPLANUNG
(Flyer-PDF 135 KB)
(Presseerklärung
PDF 11KB)
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04.04.2006
Offener
Brief der SPD zu Barmer Viertel
(PDF 238 KB)
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05.04.2006
Rat
bestätigt Abriss des Viertels
KR
/ Christian Deppe / "Der Hausbesetzertourismus
macht das Problem von Tag zu Tag größer", drängte der
FDP-Fraktionschef Ralph Sterck darauf, den Beschluss zum Abriss des Barmer
Viertels nun rasch umzusetzen. Tatsächlich haben die Besetzer, die vor
einem Monat in den Barmer Block gezogen sind, die Diskussion über eine
Neuordnung des Areals nördlich des Deutzer Bahnhof neu entfacht und dazu
beigetragen, dass die Linke gestern im Rat den Erhalt des Viertels und die
Grünen zumindest ein Moratorium forderten. Beide Anträge wurden
von der Ratsmehrheit jedoch abgelehnt.(mehr)
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April 2006
Wir
sind DEUTZland
CONTRASTE
/ Heinz Weinhausen / Armes Köln. Der sogenannte
Kölsche Klüngel hat in den letzten Jahren ein Desaster nach dem
anderen produziert. Höhepunkt: Im Dezember 2005 blieb von den hochtrabenden
Bauplänen eines neuen ICE-Bahnhof mit gläserner Halle und extremen
Bürohochhäusern nur noch das Papier übrig. Alle Investoren
waren abgesprungen. Aber da waren schon 1.000 Menschen umgesiedelt. Was blieb,
war das Geisterstädtchen Barmer Viertel mit seinen Häusern und 381
intakten Wohnungen, mitten in Köln im Stadtteil Deutz gelegen. Nun begann
der Irrsinn hoch zehn. SPD und GRÜNE, die neuen Koalitionsparteien in
Köln, bestehen darauf, das Viertel weiterhin termingerecht abzureißen,
obwohl eine Bauplanrealisierung Jahre braucht und noch nicht einmal ein neuer
Investor ausgemacht ist. Seitdem regt sich Widerstand mit der Losung "Kein
Abriss für Parkplätze". Ab dem 4. März sieht die Welt
ganz anders aus. DEUTZland ist erstanden. Der größte und schönste
Häuserblöck mit seinen 240 Wohnungen ist besetzt und jedenfalls
bis zur Erstellung dieses Artikels (25.3. und 22. Besetzungstag) nicht geräumt.
(mehr)
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1.4. Spaziergang zum Barmer Block (mehr)
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29.03.2006
Barmer Viertel - Lackmustest für
das soziale Köln
Offener
Brief an die Kölner Mitglieder der SPD und der GRÜNEN
SSM
/ Heinz Weinhausen / Sehr geehrte Mitglieder, auf dem Workshop am 24.3.
zur weiteren Entwicklung des Barmer Viertels mit 30 eingeladenen Experten
hat Baudezernent Bernd Streitberger die Messe-Katze
aus dem Sack gelassen. Im KStA vom 25.3.06 heißt es. "Streitberger
geht davon aus, dass ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Er widersprach
aber der Kritik, dass nach dem Abriss jahrelang nichts geschehen werde. So
könne mit den Arbeiten an der Verbindung eines neuen Südeingangs
der Messe mit dem Bahnhof "unmittelbar" begonnen werden." Anders
gesagt. Jahrelang Stillstand im Barmer Block. Nur weil einige Häuser
des Barmer Blocks den neu anvisierten Vorplatz des Südeingang tangieren,
müssen gleich alle dran glauben, obwohl jahrelang nichts gebaut wird
(außer Parkplätze-für wen?). Abreißen, nur dafür,
dass der Vorplatz top wird? Ist dies das neue ach so moderne Köln?
(mehr)
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28.03.2006
SSM zur Vermittlung bereit
Erklärung
der SSM
/ Wir als SSM sind Mitbesetzer, aber keine Bewohner. Wir wollen nichts für
uns. Wir sind im Barmer Viertel drinnen und draußen (Info-Bauwagen).Aus
dieser Position heraus sind wir bereit zu vermitteln, zwischen drinnen und
draußen. Wo solche Gespräche mit der notwendigen Vertraulichkeit
geführt werden müssen, sind wir auch dazu bereit.Wir wissen, dass
mit jedem Tag der Besetzung der Zulauf größer wird, die Koordination
schwieriger wird, damit wird natürlich auch die Lösung schwieriger.
Aber dafür sind einzig und allein die Politiker verantwortlich, die sich
weigern das Problem zu lösen. Aus ihrer Verantwortung und Haftung werden
wir die Politik nicht entlassen.(mehr)
(PDF)
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28.03.2006
Strafanzeige
wegen Veruntreuung von Steuergeldern
wegen
dem Deutzer 50-Millionen-Grab
KStA-(fra) / Auszug: "Nach einer
Anzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts der Veruntreuung von Steuergeldern
ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen den Oberbürgermeister in seiner
Funktion als Chef der Stadtverwaltung (Az. 115 Js 34/06). In einem Brief
an Schramma fordern ihn die Besetzer auf, das Vergabeverfahren zu stoppen."
(gesamter Artikel in Kürze auf Pressespiegel)
Strafanzeige als PDF
Deckblatt als PDF
(Aktenzeichen 115 Js 34/06)
KR 8.3.06 zum Millionengrab
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27.03.2006
Abrissvergabe
von Soenius illegal
Landeskriminalamt informiert
Rainer
Kippe-Martin Massip / Herr
Soenius will offenkundig vor dieser Ratssitzung vollendete Tatsachen schaffen.
Das Problem dabei sind die oben angesprochenen möglichen Rechtsverletzungen,
die er nach unserer Auffassung in Kauf nimmt. (mehr)
(PDF)
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26.03.2006
Jusos:
Zimmer sind reserviert
Die Jusos
Köln sprechen sich für den Erhalt der Barmer-Siedlung aus, so
lange eine sinnvolle Nutzung der Fläche nicht in Sicht ist. Die Kölner
Jusos fordern die SPD-Fraktion im Rathaus auf, sich dem Antrag der Linksfraktion
anzuschließen und den Abriss des Barmer-Viertels zu stoppen.(mehr)
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25.03.06
Grüne
Jugend zieht ein
Die
GRÜNE JUGEND Köln
beteiligt sich an der Besetzung der Wohnungen und hat bereits eine Wohnung
zum Zeichen für den Erhalt der Barmer Siedlung besetzt.(mehr)
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25.03.06
Betreff:
Illegaler Abriß des Barmer Viertels
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Fritz Schramma
Rainer
Kippe/Martin Massip (SSM)
/ , auf seiner Pressekonferenz (PK) am Donnerstag, den 16. März hat Ihr
Kämmerer Herr Soenius erklärt, den Abriß Barmer Viertel freihändig
zu vergeben. Nach einer Pressemitteilung der Links-Fraktion vom 24.03.06 hat
er am 23.03.06 die Vergabe an einen Bieter intern getätigt, nachdem nur
die Bieter der ersten Ausschreibung angeschrieben worden sind. (mehr)
(PDF)
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15.3.2006
Der
Abriss-Zug ist gar nicht abgefahren. Aber Barbara Moritz behauptet dies.
Heinz
Weinhausen / Dokumentiert aus RTL-Film "Die Hausbesetzer"
/
Barbara Moritz: "Die Arbeiten sind vergeben, das heisst es gibt
Verträge mit Abbruchunternehmen." Uwe
Neuhaus: "Ich
kann Ihnen sagen, zum heutigen Zeitpunkt gibt es noch kein Unternehmen, was
durch die Stadt ausgeguckt worden ist." Barbara
Moritz: "Wenn
die Arbeiten jetzt nicht durchgeführt würden, müsste der Erbbauverein
Entschädigung zahlen. Diese Summe beträgt allein 2,5 bis 3 Millionen
Euro. Uwe
Neuhaus: "Es
sind sicherlich Kosten fällig, die bereits entstanden sind, die Beauftragung
der Fachingenieure. Dann die Ausschreibungsmoditäten. All dies hat Geld
gekostet. Ich schätze ganz grob, dass wir die 500.000 Euro - Grenze nicht
erreichen werden." (mehr)
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23.03.2006
Erst
mal abreißen
Die
Stadt Köln ließ ein Wohnviertel räumen - und niemand weiß,
wozu. Nun gibt es in Nordrhein-Westfalen wieder Hausbesetzer.
Die
Zeit / Eva-Maria Thomas /
(...) Nun könnte dort auf Jahre Deutschlands teuerster Parkplatz entstehen.
Und die Empörung der Kölner wurde nicht kleiner, als Gerüchte
die Runde machten, die Stadt wolle einen großen Teil des Geländes
für gerade einmal 16 Millionen Euro an eine Investorengruppe verkaufen,
an der auch das in Köln einschlägig vorbelastete Bankhaus Oppenheim
beteiligt ist. Dann schon lieber eine Haus besetzung? Jedenfalls stieß
die Besetzung des Barmer Viertels Anfang März in der Stadt auf unverhohlene
Zustimmung. Zu groß ist der Ärger über all die lukrativen
Immobilienprojekte des Oppenheim-Esch-Fonds von der Köln-Arena und dem
Technischen Rathaus bis zu den neuen Messehallen, die der Stadt stets Kosten
und finanzielle Risiken eingebracht haben. (mehr)
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22.3.06
Grüne
Delegierte für Zwischennutzung
INA
/ Auf ihrer Delegiertenversammlung vom 21. März haben sich die Kölner
GRÜNEN mehrheitlich gegen den Abriss der Häuser des Barmer Viertels
ausgesprochen und für eine dreijährige Zwischennutzung gestimmt.
Auf der Delegiertenversammung
der Kölner SPD vom 21. März legte der Vorsitzende Jochen Ott die
Position von Partei und Fraktion zum Barmer Viertel dar. "Wir müssen
dafür sorgen, eine vernünftige und gescheite Entwicklung auf den
Weg zu bringen." Und sprach sich für einen neuen Bebauungsplan des
Geländes aus. Weder zu einem Abriss, noch zu einer Zwischennutzung nahm
er Stellung. Anlass
der Parteitage waren die Vorstellung und Verabschiedung der Kooperationsvereinbarung
von SPD und Grünen in Köln. Damit
scheint der anvisierte Abriss der 381 intakten Wohnungen des Barmer Viertels
nur für Parkplätze abgewendet. "Denn
wer kann das Mögliche berechnen?" J.W.Goethe
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21.3.2006
Protest
gegen freie Vergabe
Ein
Berliner Unternehmer protestiert gegen die neue Ausschreibung für den
Abriss des Barmer Viertels.
KStA
/ Die Firma sei rechtswidrig durch die Wahl eines "unzulässigen
Vergabeverfahrens" ausgeschlossen worden, schreibt das Unternehmen "WOF"
an die Stadt. Die Argumentation der Stadt, bei der neuen Suche nach einem
Abbruchunternehmen auf eine ordentliche Ausschreibung zu verzichten, sei nicht
nachvollziehbar. Die Stadt verweist auf die Dringlichkeit, weil der Erbbauverein
als Ex-Eigentümer das Gelände bis zum 30. Juni baureif übergeben
soll. Das Unternehmen sieht diese Dringlichkeit nicht. Schließlich gebe
es bislang kein Bauvorhaben für das Gelände. So sehen es auch die
Besetzer der Häuser, die gestern - unterstützt von der Linken im
Rat - das Schreiben der Öffentlichkeit präsentierten. Sie warfen
der Stadt vor, gegen die eigenen Vergaberichtlinien und das Korruptionsgesetz
des Landes verstoßen zu haben. Wolle die Stadt den Vorgaben des Gesetzes
folgen, müsste der Oberbürgermeister seinen Kämmerer anzeigen,
so Martin Massip von der "Initiative Barmer Viertel", die für
den Erhalt der Wohnungen kämpft. Die
Stadt hatte sich für die "freihändige" Auftragsvergabe
entschieden, nachdem das erste Vergabeverfahren wegen formaler Fehler geplatzt
war. In diesem neuen Verfahren werden alle Bieter der ersten Runde aufgefordert,
neue Angebote abzugeben. Auf den Protest der Berliner Firma reagierte die
Stadt gestern gelassen. (fra)
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21.03.2006
Kritik
an Vergabe für Abriss
KR
/ Das Vorhaben der Stadtverwaltung, den Auftrag für den Abriss
des Barmer Viertels nach gescheiterter Ausschreibung nun "freihändig"
zu vergeben, stößt auf Kritik. Ein solches Verfahren sei unzulässig
und verletze die Rechte anderer Bieter, meinte eine Berliner Planungsgemeinschaft,
die sich auch für den Auftrag interessiert und die Kommunalaufsicht eingeschaltet
hat. Auch Ratsmitglied Claus Ludwig (Linkspartei) äußerte gestern
rechtliche Bedenken. Die Initiative Barmer Viertel hat indes nicht nur die
leer stehenden Häuser, sondern gemeinsam mit anderen Gruppierungen auch
das Fraktionsbüro der Linkspartei besetzt. Sie wirft der Partei vor,
sich nur in Lippenbekenntnissen für den Erhalt des Häuserblocks
einzusetzen. (cid) (Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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20.03.2006
Büroräume der Fraktion DieLinke.Köln
besetzt
Initiative
Barmer Viertel / Pressemitteilung
/ Erfreulicherweise hat sich die Linkspartei nach längerem Bedenken,
als einzige Ratsfraktion für das Barmer Viertels ausgesprochen. Der Fraktionsvorsitzende
Jörg Detjen bekundet öffentlich: "Eine Zwischenlösung
Wohnen bis zum Abschluss eines neuen Planverfahren muss her. Alles andere
kann niemand zugemutet werden." Überdies hat die Links-Fraktion
einen Antrag gegen den Abriss in die nächste Ratssitzung am 04. April
eingebracht. Doch leider ist diese Position bis jetzt mehr Lippenbekenntnis,
als politisch wirklich ernst gemeint. (mehr)
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17.03. 2006
Studentenwerk besucht Barmer Viertel
Initiative Barmer Viertel / Am Donnerstag, den
16.März besuchte das Studentenwerk, vertreten durch Verantwortliche in
Vermietungsangelegenheiten und technische Mitarbeiter, das Barmer Viertel.
Nach einer Begehung der verschieden zugeschnittenen Wohnungen, äußerte
das Studentenwerk Interesse für einen Teil der Neubauten des Barmer Viertels.
Ausdrücklich betont wurde, daß eine ausreichende Planungssicherheit
bestehen muß, wenn das Studentenwerk Investitionen tätigen soll.
Das Studentenwerk wartet auf ein politisches Signal der Ratssitzung am 4.April
2006.
Info: Initiative Barmer Viertel , Deutz-Mülheimer
Str.31 , 50679 Köln-Deutz
Ansprechpartner: Reinhard Röder 0178/7763319 Sabine Schölermann
0171/1723008 Rainer Kippe 0160/97949220 Christa Schliebs 0221/2831285
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18.3.2006
Stadt
bleibt hart
taz
NRW (DET) In die
Debatte um den Abriss des besetzten Barmer Viertels hat sich nun Kölns
Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) eingeschaltet. Es gebe Gespräche,
um den Konflikt beizulegen, hieß es gestern vom Erbbauverein. Zuvor
hatte Kämmerer Peter-Michael Soénius der Genossenschaft gedroht,
die letzten fünf Millionen Euro für den Kauf des Viertels nicht
zu überweisen, falls diese sich weiter weigere, die Häuser wie vereinbart
abzureißen. Notfalls werde die Stadt auch klagen. Der Erbbauverein reagierte
demonstrativ gelassen: "Unsere Rechtsposition ist sehr gut." (Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
---------------------------------------------------------------------16.03.2006
Resolution
der WASG-Köln
Die WASG
Köln erklärt sich solidarisch mit den Forderungen und Aktionen der
Initiative zum Erhalt des Barmer Viertels. Die
Ratsmitglieder der Fraktion "Die Linke Köln" werden aufgefordert,
den neuen Wirtschaftsdezernenten und/oder andere städtische Wahlbeamte
nur dann mitzuwählen, wenn SPD und Grüne zuvor die Abrissgenehmigung
aufheben. (mehr)
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17.03.2006
Kein
guter Stern
KStA
/ ANDREAS DAMM/ Ja und, was soll das Ganze? Die Frage drängt sich auf
angesichts des Streits um das Barmer Viertel in Deutz. Für die Zukunft
des Geländes ist es gleich, unter welcher Regie die Wohnhäuser abgebrochen
werden; die Rechnung geht in jedem Fall an die Stadt. Auch der Zeitraum ist
zweitrangig. Denn der Verzicht auf die in Deutz geplanten Hochhäuser
erfordert neue Überlegungen, und noch steht kein Investor bereit. Es
spielt also keine Rolle, ob die Abbrucharbeiten im Juni abgeschlossen sind
oder erst Monate später. Wenn
sich der Erbbauverein und die Stadt gegenseitig mit Prozessen drohen, wird
das einen anderen Hintergrund haben. Vermutlich will der Verein die Verantwortung
für die besetzten Wohnungen abgeben. Ohne die Verpflichtung, für
den Abbruch der Gebäude zu sorgen, muss der Vorstand sich nicht mehr
um die Hausbesetzer kümmern. Stattdessen soll die Stadt die Räumung
durchsetzen. Der Einsatz von Polizei und Ordnungsamt dürfte von Protesten
begleitet sein.Es
lässt sich heute schwerlich beurteilen, wer das fehlerhafte Vergabeverfahren
verschuldet hat. Was aber erneut deutlich geworden ist: Die Stadtplanung in
Deutz steht unter keinem guten Stern.(Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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14.03.06
Interview
mit Fritz Schrammma
Frage: Wie geht's mit dem Barmer Viertel in Deutz weiter?
(KR
14.03.06) Schramma:Innerhalb
der nächsten Wochen beginnt ein Workshop zur Überplanung des Gebietes.
40 Prozent davon sollte das Kongresszentrum einnehmen - andererseits: Es gibt
keine derartige Halle, die schwarze Zahlen schreibt.
Frage:
Also müsste die Stadt die Verluste auffangen? Schramma:Fragt
sich, ob wir uns das in Zukunft zumuten können. Frage:Das
Kongressgeschäft ist hart umkämpft. . . Schramma:
Mir schwebt vor, das ganze Kongressgeschäft in Köln zusammenzufassen,
eine Kongress- und Veranstaltungs GmbH zu gründen, deren Geschäftsführer
weltweit für Messe, Gürzenich, aber auch für die Kölnarena
Kongresse akquiriert.(Auszüge zum Barmer Viertel) (Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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14..03.2006
Gute
Nachbarschaft
Brief
an Messe Köln
(Initiative
Barmer Viertel)
Sehr geehrte Damen und Herren, wir, die Mitglieder der Initiative Barmer Viertel,
begrüßen Sie zunächst herzlich mit guten Wünschen für
eine konstruktive Nachbarschaft in Deutz. (mehr)
(Pdf-Download 12 KB)
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07.03.2006
Der
Ortsverband der WASG - Mülheim
erklärt
sich in seiner Versammlung vom 7. März 2006 solidarisch mit der Besetzung
der vom Abriss bedrohten 381 Wohnungen des Barmer-Viertels. (mehr)
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11.03.06
Initiativresolution
des JUSO-Unterbezirk
"Die
Kölner Jungsozialisten solidarisieren sich mit dem Protest gegen den
Abriss des Barmer Viertels in Deutz."
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Rede
Kämmerer Soenius am 18.11.02
... die erhebliche
Vorleistung von Eigenmitteln für das städtebauliche Planungskonzept
Deutz im Zusammenhang
mit dem ICE-Terminal und dem Bau eines neuen Entrees für die Messe. Da
die Investitionen in dieses städtebaulich eminent wichtige Projekt zeitlich
vor den Erlösen aus dem Wiederverkauf der Grundstücke anfallen,
sind für den Planungszeitraum 2003 - 2006 insgesamt 46,1 Millionen €
veranschlagt. Zur
Finanzierung dieser im bisherigen Investitionsprogramm noch nicht enthaltenen
Vorhaben wurde das Programm Wohnungsbau im gesamten Planungszeitraum um insgesamt
38,1 Millionen € reduziert. (mehr)
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11.03.2006
381
Wohnungen - Abriss für Parkplätze
Ist
das die neue Wohnungspolitik von Rot-Grün?
(Flyer/Plakat)
SPD und GRÜNE schließen derzeit eine Koalition, mit der sie Köln
regieren wollen. Ihr erster Regierungsakt ist der Abbruch des Barmer Viertels.
Hier stehen
381 gut erhaltene Wohnungen leer, die sofort bezogen werden können. Die
Stadt Köln hat dem Erbbauverein für die Häuser 65 Millionen
Euro bezahlt, hinzu kommen 3 Millionen Euro Abbruchkosten. Jetzt will die
Stadt den größten Teil des Geländes für 16,4 Millionen
Euro an das Firmen-Duo Moderne Stadt/Modernes Köln verkaufen. Dahinter
stehen die Deutsche Bank, die Stadtsparkasse und die Oppenheim Bank.(mehr)
(PDF-Download
130 KB)
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10.03.2006
Nachrichten
aus der seit nun fast einer Woche (!) besetzten Barmer-Siedlung
Die
"Sozialistische Selbsthilfe Köln" informiert:
Mittlerweile sind alle
Häuser des vorderen Blocks begehbar, interessierte AnwohnerInnen und
bemerkenswert viel Presse durchstreifen das Gelände und sehen sich staunend
380 leerstehende, völlig intakte Wohnungen mit meist frisch sanierten
Badezimmern an. VertreterInnen von Die Linke.Köln und den Grünen
waren auch schon da und wollen versuchen, sich im Rat/in Ihren Fraktionen
nun doch für einen (zumindest vorläufigen) Erhalt der Barmer Siedlung
auszusprechen. Vor allem die Grünen waren sehr über den guten Zustand
der Häuser überrascht, sie hatten sich vom Erbbauverein erzählen
lassen, die Häuser seien entkernt und unbewohnbar, deswegen waren sie
bis vorgestern für einen Abriß..... (mehr)
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10.03.2006
Auftrag zum Abriss noch nicht erteilt
Kölnische
Rundschau, 10.03.2006
/ Der Auftrag zum Abriss des Barmer Viertels ist zwar immer noch nicht erteilt,
die Stadt geht aber nach wie vor davon aus, dass der Erbbauverein das Gelände
in Deutz wie vereinbart zum 30. Juni frei geräumt übergeben wird.
Die Abriss-Vergabe hat sich verzögert, da zunächst ein Bewerber
favorisiert wurde, dessen Angebot zwar am günstigsten erschien, nach
Angaben der Stadt allerdings nicht die komplette Leistung umfasste. Mit diesem
und anderen Unternehmen steht die Verwaltung nun weiter in Verhandlungen,
die kurzfristig abgeschlossen werden sollen, wie Engelbert Rummel, Leiter
der Gebäudewirtschaft, unterstreicht. Der Erbbauverein ist nach Worten
seines Vorstandes Uwe Neuhaus immer noch sehr daran interessiert, den Konflikt
mit den Hausbesetzern friedlich zu beenden. Zur Not werde er das Gelände
aber räumen lassen, stellte Neuhaus klar. (cid) (Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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08.03.06
"Wir
bleiben hier, solange es geht"
Mit
ihrer Aktion wollen die Besetzer die Stadt dazu bewegen, die Häuser doch
nicht abzureißen.
KStA 08.03.06/VON
CLEMENS SCHMINKE/Aus einem großen goldenen Rahmen schaut die Muttergottes
mit Jesuskind auf die Szene. Viele andere Bilder hängen an den Wänden.
Auf einem der Stühle ist eine Gitarre abgestellt, auf dem Tisch stehen
Geschirr und eine Thermoskanne, und es gibt ein Radio. Wohnlich eingerichtet
haben die rund 60 Hausbesetzer des Barmer Viertels das, was sie zum Versammlungsraum
deklariert haben. An einer Wand steht: "Wohneigentum für alle ist
ein Stück Freiheit." (mehr)
(Pressespiegel zu
Dokumentationszwecken)
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8.3.06
Deutzer
Millionengrab?
(Kölnische
Rundschau, 08.03.06) VON CHRISTIAN DEPPE "Damals hat man in
Köln in anderen Dimensionen gedacht: London, Paris, Tokio, das waren
die Vorbilder", erinnert sich Uwe Neuhaus vom Kölner Erbbauverein
an die hochfliegenden Pläne zur Entwicklung des Areals rund um den Deutzer
Bahnhof. Viel blieb davon nicht, vor allem das Barmer Viertel wartet auf bessere
Zeiten. 65 Millionen Euro hat die Stadt investiert, um dort mit einer anspruchsvollen
Bebauung neue Akzente im Stadtbild zu setzen. Nun haben sich zunächst
einmal Hausbesetzer in den leer stehenden Gebäude breit gemacht. Und
dass sich die investierten Kosten je amortisieren werden, scheint fraglich
(mehr) (Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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07.03.06
neu*
BewohnerInnen Barmer Str. 5 an Erbbauverein
Sehr geehrte Damen und Herren, heute haben wir Ihr Haus Barmerstr. 5 bezogen.
Sie haben als Genossenschaft dieses Haus ,sowie die anderen Häuser im
Barmer Viertel auf Druck der Stadt Köln leerziehen müssen, um für
die von der UNESCO gestoppten Hochhauspläne zu weichen. Immerhin haben
Sie erreicht, dass Ihre Mieter in angemessenem Ersatzwohnraum untergebracht
worden sind. Was Sie nicht verhindern konnten, ist, dass die langgewachsene
Nachbarschaft im Barmer Viertel dadurch zerstört worden ist. Jetzt, nach
dem Scheitern der Hochhauspläne, hat sich eine für alle Beteiligten
völlig neue Lage ergeben: Die Stadt Köln hat derzeit keinerlei aktuelle
Pläne, was sie mit dem von ihr erworbenen Barmer Viertel tun soll.(mehr)
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7.03.2006
Ratsmitglied
Ludwig solidarisch mit Barmer-Besetzung
NRhZ-Online
07.03.06 / Claus Ludwig, Ratsmitglied für GEMEINSAM GEGEN SOZIALRAUB
und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.KÖLN erklärt
sich solidarisch mit der Besetzung des Barmer-Viertels und sieht darin eine
Chance, den Abriss zu stoppen."Zur
nächsten Ratssitzung am 4. April wird die linke Fraktion einen Antrag
gegen den Abriss vorlegen.(mehr)
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6.03.2006
Offener
Brief von Rainer Kippe an Barbara Moritz (Die Grünen)
Liebe Barbara,
vorab möchte mich bei Dir dafür bedanken, dass Du mir in zwei Telefongesprächen
Deine Beweggründe für den Abbruch des Barmer Viertels auseinandergesetzt
hast. Damit unterscheidest Du Dich wohltuend von den Parteien und Funktionären,
die in dieser für Köln so wichtigen Angelegenheit für einfache
Bürger wie uns nicht erreichbar sind.(mehr)
Barbara
Moritz hat am 7.3. geantwortet. (mehr)
neu* Rainer Kippe hat am 10.3. geantwortet. (mehr)
(PDF-Download
- nrhz)
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2.03.2006
Die
Bagger sind ausgeblieben. Kein Abriss heute.
(später
mehr-hw)
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1.03.2006
Hinsehen,
handeln, Hilfe holen.
Kein Abriss von 380 Wohnungen für Parkplätze
SSM
/ Im Barmer
Viertel droht nach unseren Informationen mit hoher Wahrscheinlichkeit am morgigen
Donnerstag das Anrollen der Bagger und der zügige Abriss der 381 Wohnungen.
Wir rufen auf: Kommt pünktlich morgen, Donnerstag,
2. März, um 5 Uhr in der Frühe zum Protest am Infowagen direkt am
Barmer Platz in der Barmer Siedlung direkt am Bahnhof Deutz.
(mehr)
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Express
1.03.2006
Millionen-Poker
ums Barmer Viertel
CHRIS MERTING/Köln - Leistet sich die klamme Stadt eine millionenschwere
Pleite? In diesen Tagen soll mit dem Abriss des Banner Viertels begonnen werden.
Dieses Areal in Deutz hatte die Stadt vor fünf Jahren für 66 Mio
€ gekauft. Jetzt sollen 380 intakte Genossenschaftswohnungen platt gemacht
werden. Dabei sei laut Stadtverwaltung noch völlig unklar, was aus dem
Grundstück zwischen Messe und Deutzer Bahnhof in Zukunft passieren soll.
Klar ist nur, dass die ursprünglichen Pläne alle geplatzt sind:
Hochhäuser, Hotels, Kongresszentrum - viele ehrgeizige Träume, keine
Investoren. Nachdem ein Bürgerantrag gegen den Abriss gestartet wurde,
formiert sich nun auch im Rathaus Widerstand.
"Hier baut KöIn den teuersten Parkplatz Deutschlands", spottet
die Linkspartei und sucht Bündnispartner bei den Grünen und der
SPD für einen sofortigen Stopp der Bagger. So soll auch verhindert werden,
dass ein Großteil des Areals an Fonds oder Gesellschaften "verscherbelt"
wird. Ein Angebot für 16 Mio € liege bereits vor. Der Poker hat
begonnen.(Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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KStA 01.03.2006
Linke
fordert Zwischenlösung
Die Fraktion
der Linkspartei im Stadtrat fordert, die Abbrucharbeiten im Barmer Viertel,
die am heutigen Mittwoch beginnen sollen, auszusetzen. Der Fraktionsvorsitzende
Jörg Detjen schlägt eine Zwischennutzung vor, bis neue Bebauungspläne
vorliegen: "Die Lage ist neu. Der ICE-Bahnhof Deutz wird vorerst nicht
ausgebaut. Das ist die Chance, intakten Wohnraum zum Beispiel für Studentenwohnungen
zu preisgünstigen Mieten anzubieten. Soziale Initiativen haben ebenfalls
Interesse an Wohnungen im Barmer Viertel bekundet."(Pressespiegel
zu Dokumentationszwecken)
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NRhZ - Online-Flyer Nr.
33 vom 28.02.2006
Die
Häuser im Barmer Viertel:
"Ihr dürft hier nicht abreißen!"
Von Hildegard Miensopust - In
einer Pressemitteilung fordert DIE LINKE KÖLN
den sofortigen Stopp der Abrissmaßnahmen der zum Teil denkmalgeschützten
90 Jahre alten, zum Teil aus den 50er Jahren stammenden Häusern mit 381
leerstehenden Wohnungen: "Die linke Fraktion im Rat unterstützt
die Protestaktionen gegen den Abbruch des Viertels und den Bürgerantrag,
für den seit der vergangenen Woche Unterschriften gesammelt werden."
(mehr)
(PDF-Download mit Fotogalerie)
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Pressermitteilung Fraktion
DieLinke.Köln 28.02.2003
Am
Aschermittwoch muss nicht alles vorbei sein:
Abriss des Barmer-Viertels SOFORT stoppen
DIE
LINKE.KÖLN
fordert den sofortigen Stopp der Abrissmaßnahmen im Barmer-Viertel am
Deutzer Bahnhof und den Erhalt der dortigen Wohnungen. Die linke Fraktion
im Rat unterstützt die Protestaktionen gegen den Abbruch des Viertels
und den Bürgerantrag, für den seit der vergangenen Woche Unterschriften
gesammelt werden.(mehr)
( PDF-Download)
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Barmer
Viertel: Abriss stoppen!
Offener Brief an Regierungspräsident Lindlar
Köln,
den 28.02.06 Sehr
geehrter Herr Regierungspräsident, in diesen Tagen steht der Abriss von
381 Wohnungen im Barmer Viertel in Köln- Deutz an- Wohnungen, die wir
in Köln dringend brauchen. Dieser Abriss ist nur möglich, weil die
Verwaltung der Stadt Köln, die Ihrer Aufsicht untersteht, eine Abrissgenehmigung
erteilt hat.(mehr)
(PDF-Download)
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Barmer
Viertel: Abriss stoppen!
Offener Brief an Oberbürgermeister Fritz Schramma
Köln,
den 28.02.06 Sehr
geehrter Herr Oberbürgermeister, in diesen Tagen steht der Abriss von
381 Wohnungen im Barmer Viertel in Köln- Deutz an- Wohnungen, die wir
in Köln dringend brauchen. Dieser Abriss ist nur möglich, weil die
Stadtverwaltung, die Ihnen untersteht, aufgrund eines Ratsbeschlusses eine
Abrissgenehmigung erteilt hat. In den letzten Tagen und Wochen sind eine Vielzahl
von schweren Bedenken aufgetaucht, die diese Entscheidung in Frage stellen.
So ist klar geworden, dass die beabsichtigte und vom Rat beschlossene Planung
nicht wird durchgeführt werden können. Ein neuer Bebauungsplan muss
erstellt werden und ist bereits in Vorbereitung.(mehr)
(PDF-Download)
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*MESSias*
*( Kapitel IV Psalm 2006 !)*
Oh, Köln
Du kleine Dorfgemeinde ich
grüße deine Freunde und die Feinde.
Deine Seele ist schwer krank,
ich fürchte gar um den Verstand,
weil uns eine Wand voll Narren
verlogen in die Augen starren.(mehr)
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Sehr
geehrter Herr Regierungspräsident,
wie wir
den Ratsunterlagen vom Juli und Dezember 02 entnommen haben, hat die Stadt
das Gelände Barmer Straße/ Leichlinger Straße vom Erbbauverein
Köln zu Bedingungen gekauft, die es ganz offensichtlich unmöglich
machten, dass der geplante Wiederverkauf den aufgewendeten Kaufpreis auch
nur annähernd wieder einbringt.
Bereits die Kaufsumme
für das Gelände von annähernd 22 Mio. Euro war im Vergleich
mit anderen Deutzer deutlich besseren Wohnlagen um das 2-3fache überhöht.
Der Wiederkauf sollte allerdings die fantastische Summe von 71 Mio. erbringen.
Tatsächlich gab es dafür keinerlei Sicherheiten. (mehr)
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Betr.:
Denkmalschutz Barmer Viertel
Sehr geehrter Herr
Oberbürgermeister, sehr geehrte Frau Stadtkonservatorin,
Sie haben im Zuge
der Hochhauspläne für Deutz einen entsprechenden Bebauungsplan für
das Barmer Viertel nördlich der Eisenbahntrasse erstellt. Im Rahmen dieses
Bebauungsplanes ist der Denkmalschutz für die Jugendstilhäuser im
Bereich Barmer Straße- Leichlinger Straße in Köln Deutz gegen
das öffentliche Interesse an einer Alternativbebauung des Viertels abgewogen
worden. Als Ergebnis dieses Abwägungsprozesses haben Sie den Denkmalschutz
zurückgestellt und für diesen Bebauungsplan einem Abriss der denkmalgeschützten
Häuser zugestimmt. (mehr)
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Donnerstag, den 23.02.2006,
11:11 Uhr
Das Kölner
"Institut für Neue Arbeit" ruft die Narren aller Welt:
Hilfe,
Vandalismus in ungeahntem Ausmaß droht.
(mehr)
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Sehr
geehrte Frau Moritz, sehr geehrter Herr Zimmermann,
sehr geehrte Mitglieder der Verhandlungskommission,
der für
das Barmer Viertel zuständige Dezernent Streitberger hat öffentlich
erklärt,
dass er den Abriss jederzeit stoppen könne, wenn die Politik das so wolle.
(mehr)
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Bürgerantrag
gegen den Abbruch des Barmer Viertels
Der Rat der
Stadt Köln möge beschließen:
1. Der Verwaltung
werden die folgenden das
Barmer Viertel betreffenden
Angelegenheiten entzogen und vom Rat der Stadt Köln übernommen.
2. Die für das Barmer Viertel erteilten Wohnraumzweckentfremdungsgenehmigungen
werden widerrufen.
3. Die Abrissgenehmigungen für das Barmer Viertel werden widerrufen:
4. Eine erneute Abrissgenehmigung wird nur dann erteilt, wenn gewährleistet
ist,
dass mit der entsprechenden Neubebauung unmittelbar darauf begonnen wird.
5. Für die Zeit, bis für das Barmer Viertel neue Pläne erstellt
worden sind,
bemüht sich die Stadt um eine Zwischennutzung des Wohnraumes
durch das Studentenwerk Köln zugunsten der
Kölner Studentinnen und Studenten oder anderer Gruppen Bedürftiger.
(mehr)
PDF-Download
(45 KB)
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Dauerkundgebung
vor Ort mit Infowagen
Barmer Platz zwischen Bahnhof Deutz u. Messeglände
ab Montag, den 20. Februar
Unterschriftensammlung für Bürgerantrag
Infotelefon 0151-15 622 069
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Unterschriftensammlung
für Bürgerantrag
Unterschriftenlisten beim Infowagen am Barmer Platz,
ab sofort hier auch zum Download
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